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Geschichtliches

Das Bürgerhaus Nr. 20 befindet sich an der südwestlichen Ecke der Straßenfront des
Marktplatzes (Ring) und der ehemaligen Judenstraße (heute ulica Garncarska).
Die Vorderfenster des Gebäudes bieten einen der schönsten Ausblicke auf den Plesser Ring und das Schloss der Fürsten von Pless. Das Haus ist als architektonisches Denkmal ins Register für Baudenkmäler des ehemaligen Kattowitzer Bezirkes unter der Nr. 467/65 eingetragen.

Die ersten Aufzeichnungen über das Haus stammen aus dem Jahr 1745 und
beschreiben es als einstöckiges Eckhaus mit Hofraum.
Erster Hausbesitzer war der Kaufmann Franz Herodes, danach folgten seine Familien- angehörigen : Maria Herodes geborene Schubert, Ferdinand Herodes und Maria Herodes geborene Schmerduch.
Das Haus befand sich im Besitz der Familie Herodes bis 1904 , also mehr als eineinhalb Jahrhunderte lang.
In diesem Zeitraum ist das Gebäude zweimal durch Brand zerstört und wieder aufgebaut worden, bis es die neue Gestalt eines einstöckigen Gebäudes mit Seitenhaus angenommen hatte. In dieser Zeit blühte und entwickelte sich das Gebäude fortwährend weiter, wogegen das nächste Jahrhundert, also das zwanzigste Jahrhundert nur Nutzen aus früheren Investitionen gezogen hatte.

Im Jahr 2003 wurde das infolge mangelnder Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten
äußerst verwahrloste Haus von der Firma Visa Bell Sp. z o.o. (GmbH) gekauft ,
die eine kostspielige Generalüberholung durchgeführt und dem Gebäude den ehemaligen Glanz wieder verliehen hat. Unter voller Aufsicht des Konservators wurden sämtliche alten Bau- und Ausbauelemente gesichert und erneuert. Man hat dafür Sorge dafür getragen, dass die architektonischen Details, die das unwiederholbare Klima der alten Häuser bilden, wiederhergestellt worden sind.
In den Vorderäumen des Erdgeschosses wurde das ursprüngliche Ziegeltonnengewölbe mit Lünetten sorgfältig restauriert. Dabei wurden auch im Flur ein altes Ziegelpflaster und schon früher zugemauerte Durchgänge sowie Fensteröffnungen entdeckt und ebenfalls erneuert.
Das originale mehr als 200 Jahre alte Balkenwerk an den Decken und die aus dem 18. Jahrhundert stammende eisengeschmiedete Eingangstür des Hauses wurden exponiert dargestellt. Es ist auch gelungen, erhalten gebliebene Fragmente der alten Kellerräume aus dem XVIII. Jahrhundert zu erneuern, in denen jetzt – so wie einst - wieder Wein gelagert wird.Die Instandsetzung und Modernisierung des Gebäudes wurde im Dezember 2006 abgeschlossen.

Zur Zeit befinden sich in dem Gebäude das elegante Schlosshotel *** sowie das
Restaurant „Stara Piekarnia” („Alte Bäckerei”), von der Firma ROY Józef Przybyła
verwaltet und geleitet.


 

Stara piekarnia

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